Österreich und seine Ausflugsziele: ein Überblick nach Bundesländern

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Österreich und seine Ausflugsziele: ein Überblick nach Bundesländern

Zwischen Hochgebirge und pannonischer Tiefebene liegt eine Bandbreite, die für ein Land dieser Größe ungewöhnlich ist. Entsprechend unterschiedlich sind die Ziele.

Was Österreich landschaftlich ausmacht

Grob lässt sich das Land in vier Zonen teilen: die Hochalpen im Westen und Süden, die Voralpen, das Donautal mit den Hügellandschaften und die pannonische Ebene im Osten.

Wer die Zonen einmal auseinanderhält, plant deutlich treffsicherer. Innerhalb einer Zone ähneln sich Anforderungen und Saison stark.

Wasser, Fels und Steganlagen

Steinschlag und Felsstürze führen gelegentlich zu längeren Schließungen, teils über mehrere Jahre. Das betrifft auch bekannte Ziele.

Nach starken Regenfällen kommt es zu kurzfristigen Sperren. Ein Blick auf die Seite des Betreibers vor der Anfahrt ist deshalb sinnvoll.

WegmarkierungSchwierigkeitAnforderung
Blau leicht feste Schuhe genügen
Rot mittel Trittsicherheit nötig
Schwarz schwer Schwindelfreiheit und Erfahrung
Steig gesichert variabel teils Ausrüstung erforderlich

Märkte als eigenes Ziel

Wochenmärkte gibt es in praktisch jeder größeren Gemeinde, meist an ein bis zwei fixen Tagen. Der Vormittag ist die sinnvolle Zeit für einen Besuch. Wer vergleichen möchte, wird hier fündig.

Viele Märkte haben angeschlossene Lokale, die zu ungewöhnlichen Zeiten geöffnet sind, teils schon am frühen Morgen.

Praktisches zur Anreise

Wanderbusse verbinden in vielen Regionen Talstationen mit Ausgangspunkten. Sie verkehren nur in der Saison und stehen nicht im Standardfahrplan.

Die letzten Verbindungen am Nachmittag fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf die Rückfahrt gehört zur Tourenplanung.

  1. Region festlegen, dann erst einzelne Ziele auswählen
  2. Saison und Höhenlage abgleichen
  3. Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln prüfen
  4. Wegzeiten realistisch ansetzen, Höhenmeter zählen
  5. Wetterbericht am Morgen noch einmal ansehen

Sicher unterwegs im Gelände

Sonnenschutz wird in Höhenlagen regelmäßig unterschätzt. Die Strahlung nimmt mit der Höhe deutlich zu, auch bei Bewölkung.

Regenschutz gehört auch bei stabiler Vorhersage in den Rucksack. Im Gebirge ändert sich die Lage innerhalb einer Stunde.

Verhalten gegenüber Tieren und Pflanzen

In Schutzgebieten gilt meist Wegegebot. Das Verlassen markierter Wege ist nicht nur untersagt, sondern schädigt empfindliche Vegetation dauerhaft.

Wildtiere brauchen Abstand, besonders in der Dämmerung und im Winter. Störungen kosten die Tiere Energiereserven, die sie nicht ersetzen können.

Zwischen gratis und kostenpflichtig

Seezugänge sind teils kostenpflichtig, teils frei. Die öffentlichen Zugänge sind vorhanden, aber nicht immer gut ausgeschildert.

Die Einkehr auf der Hütte ist kein Pflichtprogramm, gehört für viele aber dazu und sollte im Budget eingeplant sein. Andere Beiträge zu österreichischen Themen stehen unter znaki.fm.

Winterliche Ausflugsziele

Schneeschuhtouren erschließen Gelände abseits der Pisten, verlangen aber Kenntnis der Lawinenlage und entsprechende Ausrüstung.

Präparierte Winterwanderwege sind geräumt und auch ohne Ausrüstung begehbar. Sie sind eine Alternative für alle, die nicht Ski fahren.

Familienfreundliche Ausflüge

Almhütten sind für Kinder oft der eigentliche Höhepunkt, wegen der Tiere und weil es dort etwas zu essen gibt.

Bergbahnen ermöglichen Höhenwanderungen ohne langen Aufstieg. Das macht Ziele erreichbar, die sonst außer Reichweite wären.

Die unbekannteren Plätze

Eine Talstufe weiter oder ein Seitental hinein ist der Andrang meist deutlich geringer, bei vergleichbarer Landschaft.

Gespräche vor Ort bringen die besten Hinweise. Wirtsleute und Hüttenpersonal kennen die Umgebung besser als jede Beschreibung.

Bergbahnen sind der größte Einzelposten. Eine Berg- und Talfahrt liegt je nach Gebiet im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich pro Person.

Abfall gehört vollständig wieder ins Tal, auch organischer. Bananenschalen und Obstreste bauen sich in Höhenlagen extrem langsam ab.

Seen und Bergseen

Bergseen wie der Seebensee in Tirol liegen auf über 1.600 Metern und sind nur zu Fuß oder über eine Kombination aus Bahn und Wanderung erreichbar.

Im Frühsommer sind die Seen am leersten. Die Wassertemperatur ist dann niedriger, der Andrang aber deutlich geringer als im August.

Flusstäler als Ausflugsziel

Die Krimmler Wasserfälle im Nationalpark Hohe Tauern gehören zu den höchsten Europas und sind über einen ansteigenden Wasserfallweg erschlossen, der mehrere Aussichtspunkte verbindet.

Wildflüsse wie die Enns im Gesäuse oder die Salza in der Steiermark prägen ganze Talschaften und sind für Kajak und Rafting erschlossen.

Berge, Almen und Hütten

Das Wetter im Hochgebirge schlägt schnell um. Gewitter bilden sich im Sommer typischerweise am frühen Nachmittag, weshalb frühe Starts üblich sind.

Höhenmeter sind aussagekräftiger als Kilometer. Für den Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.

Wann sich welches Ziel lohnt

Im Oktober beginnt die Almsaison zu enden. Hütten schließen, Bergbahnen stellen den Betrieb ein, und Wege werden teils nicht mehr gewartet.

Der September gilt vielen als der beste Monat: stabiles Wetter, klare Sicht, warme Seen und deutlich weniger Andrang als im August.

Häufige Fragen zu Ausflugszielen in Österreich

Sind Almhütten das ganze Jahr bewirtschaftet?

Nein, üblicherweise von Juni bis September. Außerhalb dieser Zeit gibt es dort weder Verpflegung noch verlässlich Wasser.

Gibt es Nationalparks in Österreich?

Ja, sechs. Die Hohen Tauern sind das größte Schutzgebiet der Alpen, der Nationalpark Neusiedler See im Osten ist landschaftlich das Gegenteil davon.

Wo ist es am wenigsten überlaufen?

Eine Talstufe weiter oder in Seitentälern, bei landschaftlich vergleichbarem Angebot. Der Aufwand bei der Anreise ist meist etwas höher.

Dieser Überblick ersetzt keine Tourenplanung. Wetterbericht und aktuelle Hinweise der Region gehören vor jeden Ausflug.